Als den „ Karatsbichl“ – 1637 als „Conratsbühl“ erwähnt – bezeichnet man das sanfte Wiesengelände am Fuß des Höllenberges, der vom Söllereck talwärts zieht. In früherer Zeit bestand dieses Gebiet aus großen, von Bauernhand gepflegten Wiesen, umgeben von schmalen Waldsäumen. Es eignete sich deshalb später hervorragend zum Skifahren. Als der Skilauf zum allgemeinen Wintersport wurde, entstand Jahre vor dem Bau der Bergbahnen am Karatsbichl ein Skigelände. Seine Bekanntheit verdankt es ganz wesentlich den Gebrüdern Hermann * 1900 und Lise * 1902 Schedler. Diese waren schon früh begeisterte Anhänger des noch jungen Skisports und Mitglieder des Oberstdorfer Skivereins und Skiclubs. Während sich Lise in Slalom, Abfahrt und Sprunglauf hervortat, lag Hermann eher die Abfahrt und der Langlauf. Beide brachten unzählige Preise mit nach Hause, wovon noch eine Reihe Urkunden im Haus Karatsbichl Zeugnis ablegen.